Seit 2 Jahren benutze ich bereits ein Fitnessarmband und bin seit einiger Zeit vom Fitness-Tracker zur Apple Watch umgestiegen. Warum ich mich für diese Art Smartwatch entschieden habe und welche Unterschiede, Vor- und Nachteile es hier gibt, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Warum überhaupt Smartwatch?

Ich habe angefangen ein Fitnessarmband zu tragen, weil ich meine Bewegung tracken wollte und das Armband sowohl als Motivation als auch als Belohnung sehe. Es zeigt mir, wie viel ich an einem aktiven Tag geschafft habe oder motiviert mich, auch an einem faulen Tag wenigstens ein paar Schritte zu gehen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.

Wenn ihr mehr zu Fitness Tracker im Allgemeinen und zu meinen ersten Schritten mit Fitnessuhr erfahren wollt, könnt ihr hier meinen Blogbeitrag von 2016 lesen: „Du gegen dich selbst – Fitness Tracker für mehr Bewegung“ und die Ergebnisse meines ersten Tests einer Smartwatch von Garmin findet ihr hier: „Fitter mit Smartwatch? – Wir testen das neue GARMIN Modell“

Irgendwann habe ich mir zwar nicht mehr alle Auswertungen haargenau angesehen, aber auf eine Sportuhr wollte ich nicht mehr verzichten. Allerdings hat es mich gestört, dass die meisten Fitness Tracker, die technisch qualitativ sind und viel können, kein schönes Design haben. Oft sind sie klobig und wenig stylisch oder elegant.

Weil mir das Design schon immer gefallen hat und sie mit verschiedenen Armbändern sehr wandelbar ist, habe ich dann meine erste Apple Watch gekauft: Die Series 1. Die konnte bei mir nicht nur durch das Design, sondern auch durch die vielen smarten Extras punkten. Allerdings hält der Akku etwa solange wie der eines Smartphones und die Aktivitäts-Kalorien kamen mir nicht vollkommen genau vor.

Nun habe ich die Apple Watch Series 3 zum Testen bekommen und bin positiv überrascht. Der Akku hält deutlich länger (bei mir je nach Auslastung 2 Tage) und lädt vor allem (wie auch schon bei den vorherigen Series) total schnell auf. Auch der angezeigte Kalorienverbrauch, die Pulsmessung sowie Schritte und Kilometer scheinen mir sehr genau.

Aber was kann eigentlich die Apple Watch?

Als Fitness-Tracker

Die Apple Watch trackt wie andere Fitness Tracker auch Schritte, Kilometer (mit GPS), Treppen, Puls und Kalorien (Die Series 3 sogar Höhenmeter). All das wird in dem Aktivitäts-Ring sowohl auf der Apple Watch, als auch in der dazugehörigen App angezeigt. Unterteilt wird in Bewegen, Trainieren und Stehen.

Für Trainings kann man verschieden Aktivitäten wie beispielsweise „Laufen outdoor“, „Laufen indoor“, „Hochintensives Intervalltraining“, „Crosstrainer“ oder „Beckenschwimmen“ (Die Series 3 ist auch beim Schwimmen wasserdicht) auswählen. Hier wird dann die abgelaufene Zeit, der Puls, Kilometer und die bereits verbrauchten Kalorien angezeigt.

Ich finde den Aktivitäts-Ring sehr anschaulich gestaltet und die Trainings-Funktion hilfreich und motivierend.

Als Smartwatch

Das ist es, was die Apple Watch von anderen Fitness-Trackern und Smartwatches hervorhebt. Neben dem Anzeigen von Benachrichtigungen hat sie viele Extras, die teilweise einfach cool zum Rumspielen sind, teilweise aber auch wirklich nützlich.

Meine Lieblings-Funktionen:

Neben der Trainings-Funktion nutze ich meine Apple Watch gerne als Wecker – der lässt sich direkt an der Uhr einstellen und piept oder vibriert am Arm. Praktisch finde ich es auch, dass man direkt an der Uhr telefonieren kann. Bei der Series 3 durch die Bluetooth Verbindung zum Smartphone und bei der Series 3 Cellular sogar ganz ohne Smartphone. (Hier braucht man allerdings eine extra SIM-Karte, die es bisher nur von Telekom gibt.) Das funktioniert erstaunlich gut, der Mensch an der anderen Leitung merkt kaum einen Unterschied!

Auch auf Nachrichten von WhatsApp kann man direkt an der Watch antworten: Mit der Diktierfunktion, per Kurznachricht oder mit Smiley. Das ist sehr praktisch, wenn das Handy gerade irgendwo rumliegt. 😉

Auch eine meiner Lieblingsfunktionen: Siri! Die kann ich direkt an der Uhr nach dem Wetter fragen oder sie bitten, einen Timer, eine Erinnerung oder eine Notiz zu erstellen. Genial.

Die Apple Watch in der Apple Watch in der Apple …

Was ich auch eine sehr hilfreiche Funktion finde, ist die Kameraverbindung auf der Watch. Sie verbindet sich mit dem Smartphone und so kann man auf der Watch sehen, was die Handykamera gerade sieht und den Auslöser (auch Selbstauslöser) einfach am Arm drücken. Revolutionär für Gruppenbilder! 😉

Ein paar coole Spielereien sind die Fotogalerie auf der Watch, Instagram (hier kann man sogar durch den Feed scrollen) oder z.B. GMX und viele weitere Apps, die man direkt auf der Watch benutzen kann.

Fazit Fitnesstracker vs. Apple Watch

Also, Apple- und Technik-Fans werden definitiv begeistert von der Apple Watch sein und auch Fitnessbegeisterte haben sicher Spaß mit ihr. Vorteile sind für mich die vielen Funktionen, die geniale Auflösung des Displays und das schöne Design. Aber ja, wie das bei Apple so ist, braucht man für eine Apple Watch natürlich auch ein iPhone. 😉

Wer sagt, er braucht den ganzen extra „Schnickschnack“ nicht und will nur eine gut funktionierende Sportuhr, dem kann ich auch guten Gewissens zu einem Fitness Tracker, beispielsweise von Garmin oder Polar raten (aus eigener Erfahrung und Meinungen aus dem Bekanntenkreis). Vorteile dieser Tracker sind, dass der Akku meist länger hält und dass sie teilweise noch mehr auf Sportler zugeschnitten sind. Großer Nachteil ist für mich wie gesagt das Design.

Preislich liegt die Apple Watch natürlich über „normalen“ Fitness-Trackern, wobei hier die guten auch über 100 Euro kosten. Hier muss man einfach selbst entscheiden, wie intensiv man die Sportuhr nutzt und was sich für einen selbst rentiert.


(Apple Watch als Testmodell von Apple erhalten.)

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