Fastenzeit

Es ist wieder so weit. Nachdem wir uns einen kuscheligen Winterspeck angefuttert haben, wird es Zeit für die vorsommerliche Zurückhaltung. Passt ja gut, dass jetzt bis Ostern Fastenzeit angesagt ist. Viele sind echt so hart und verzichten 40 Tage lang auf Schokolade. Alkohol und Fleisch wegzulassen klingt da für mich schon realistischer.

Aber so richtig fasten, also nichts essen, quasi hungern, das kann ich mir nicht vorstellen. Keine Energie mehr zum Denken oder für Sport zu haben, das stell ich mir einfach mies vor. Hab ja schon von Freunden gehört, dass das super toll sein soll für den Körper, aber alltagstauglich ist was anderes, oder?

Intermittierendes Fasten

Aber so ein Frühjahrsputz für den Körper, das ist sicher nicht schlecht. Zum Glück gibt es auch Fasten-Methoden für Anfänger.

Intermittierendes Fasten – auf Deutsch: unterbrochenes Fasten – ist keine klassische Fastenkur, bei der man keinerlei Nahrung zu sich nimmt. Stattdessen fastet man nur phasenweise. Entscheidend dabei ist die lange Pause zwischen dem letzten Essen des Tages und dem ersten des nächsten Tages. So soll man von den Vorteilen des Fastens profitieren, ohne dass man vor lauter Heißhunger aufgibt.

4 VARIANTEN

16:8 – Rhythmus 

Das Fasten-Intervall von 16 Stunden ist vermutlich das alltagstauglichste der vier Modelle. Hier isst man beispielsweise von 10 bis 18 Uhr oder von 12 bis 20 Uhr und gibt dem Körper 16 Stunden Ruhe, in denen er körpereigenes Fett verbrennen kann.

20:4 – Rhythmus  

Härter und wahrscheinlich nur für kurze Zeit empfehlenswert ist diese Art von Teilzeit-Fasten: Du isst nur in einem Fenster von 4 Stunden und fastest dann 20 Stunden.

36:12 – Rhythmus

Bei diesem Prinzip fastest du jeden zweiten Tag. Einen Tag isst du normal – von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends. Während der Nacht und des gesamten nächsten Tages darfst du nichts essen. Erst am übernächsten Tag wird das Fasten mit dem Frühstück wieder gebrochen.

Einzelne Fasten-Tage

Hier wird an zwei Tagen in der Woche auf Nahrungsmittel verzichtet (oder die Kalorienmenge erheblich reduziert). So kann man auf die 7 Tage gesehen ein Kaloriendefizit erreichen und somit Gewicht verlieren.

FAZIT

Welches Fastenmodell das richtige für dich ist, musst du für dich herausfinden. Wichtig bei jedem Modell ist, dass du während den Fasten-Phasen nur ungesüßte Getränke wie Wasser, Tee oder Kaffee schwarz zu dir nimmst, damit dein Körper deine Fettreserven angreift. In der restlichen Zeit darfst du ganz normal essen (normal gesund, kein Fast Food, wenig Zucker), je nachdem was deine Ziele sind.

Ich werde in den nächsten Wochen die 16:8 Methode testen, weil ich darüber bereits viel Gutes gehört habe. In den 16 Stunden Esspause soll der Körper auf Fettverbrennung umschalten. Zusätzlich werde ich morgens vor dem Frühstück noch trainieren (das bin ich sowieso schon gewohnt) und die Fettverbrennung so zusätzlich noch steigern. Ich bin schon gespannt, wie die Resultate sein werden. 😉 Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden.

Gegner dieses Fasten-Modells sagen, 16 Stunden seien viel zu kurz, um im Körper eine ketogene Stoffwechselsituation wie beim Heilfasten herzu­stellen – also statt Glukosespeicherung auf Fettverbrennung umzuschalten. Aber dass es viele verschiedene Meinungen gibt, ist ja gerade im Fitness- und Ernährungsbereich nichts Neues. Getestet wird es auf jeden Fall.

Und wie sieht es bei euch aus, verzichtet ihr dieses Jahr auf etwas?

Eure Mirjam 🙂

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