Fitness beginnt im Kopf

„Dein Körper kann alles schaffen. Es ist dein Geist, den du überzeugen musst.“

Sechs Kilometer habe ich bereits geschafft. 21 minus 6, das macht 15. Ich habe noch 15 Kilometer vor mir und wenn ich die 1:45 schaffen will, dann muss ich mindestens in diesem Tempo weiterlaufen. Am liebsten würde ich aber jetzt auf der Stelle stehen bleiben. Mein Knie sticht, ich habe Seitenstechen und die Menschenmassen um mich herum machen mich wahnsinnig. Das war letztes Mal alles anders. Beim letzten Mal ging es mir viel besser, das Wetter und die Strecke waren schöner und bestimmt waren es auch viel weniger Menschen. Vor lauter Schmerzen beachte ich meine Umgebung kaum noch. Ich laufe von einem Schild zum Anderen, sehe ständig auf meine Uhr und muss mir jetzt wohl eingestehen, dass ich die Zeit nicht schaffen werde. Gleich habe ich die erste Runde mit den 10 Kilometern geschafft, ich könnte also einfach bei der Ziellinie raus laufen. Bei der Vorstellung, die gleiche Runde noch einmal zu laufen, wird mir ganz schlecht. Aber ich kann nicht aufgeben. Darum geht es doch beim Sport, niemals aufzugeben. Auch wenn ich ins Ziel krabble und meine Zeit vom letzten Mal nicht verbessern kann, Hauptsache ich gebe nicht auf. Ich überquere also die Ziellinie und laufe einfach weiter, setze einen Fuß vor den anderen, zwinge mich, etwas schneller zu laufen. Das, denke ich, ist wohl das Schlimmste, was ich je getan habe. Ich hasse Laufen.

Heute schaffe ich es nicht einmal, die letzten Meter ins Ziel zu sprinten. Ich jogge mit letzter Kraft über die Zielgerade und sehe schon meinen Vater am Rand stehen. „Wo warst du denn so lange? Ich warte schon seit einer viertel Stunde auf dich!“

An diesem Abend saß ich auf dem Wohnzimmerboden meiner besten Freundin und konnte mich keinen Schritt mehr ohne Schmerzen bewegen. Als mein Arbeitskollege mich anrief, um mir zu meiner neuen Bestzeit zu gratulieren, musste ich beschämt zugeben, dass ich versagt hatte. „Ach komm, beim nächsten Mal schaffst du es bestimmt. Wenigstens hast du nicht aufgegeben!“ Aber ich war den ganzen Abend niedergeschlagen und warf all meine Laufpläne über den Haufen.

Erst später begriff ich, dass diese Leistung eine meiner Besten war. Ich war vielleicht kein Sieger beim Wettkampf, aber ich siegte über mich Selbst.

Meinen Geist zu besiegen, war wohl das beste Training überhaupt. Denn es machte mir klar, dass mein Kopf entscheidet, wozu mein Körper fähig ist. Die richtige Einstellung ist beim Sport einfach alles.

Wie wichtig die innere Haltung vor und während dem Training ist, merkt man an Tagen, an denen man voller Motivation und Tatendrang ist. Leider sind diese Tage jedoch bei den meisten Menschen selten. Allerdings gibt es ein Rezept für Trainings-Motivation, das sich lohnt, es auszuprobieren.

Tipps für mehr Motivation

  1. Pre-Workout-Meal

Vor dem Training ist das richtige Essen wichtig, um den Körper in Schwung zu bringen. Kohlenhydrate sind gut, aber zu schweres Essen kurz vor dem Training ist schlecht. Als kleiner Snack eignet sich beispielsweise eine Banane oder ein Apfel mit Erdnussbutter.

  1. Heiß machen

Sich auf das Training einzustimmen, kann die Motivation erheblich steigern. Wer Zeit hat, kann sich zum Beispiel motivierende Videos oder Fotos anschauen oder vor dem Training einfach seine ganz persönlichen Ziele fokussieren.

  1. Die Musik machts

Nehmt euch die Zeit und erstellt eine ultimative Trainings-Playlist. Nichts kann so sehr motivieren, wie die richtige Musik. Egal ob vor dem Sport im Auto oder während dem Training mit Kopfhörern in eurer eigene kleine Welt. Das ist der Soundtrack eurer Fitness!

  1. Teamsportler oder Einzelgänger

Findet heraus, wie ihr am besten Gas geben könnt. Oft motiviert eine große Gruppe, etwa im Kurs, zu eigenen Bestleistungen. Auch ein Trainingspartner, der dir den Rücken freihält oder dir motivierend zuspricht, kann dich beim Training weiterbringen.

  1. Zurückschauen

Man soll ja nie zurückschauen, sondern immer voraus. Aber manchmal lohnt es, sich vor Augen zu führen, wie weit man es bisher geschafft hat. Jeder kleine Schritt zählt. Und jeder kleinste Erfolg motiviert.

🙂

 

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