Joggen zählt heute zu den beliebtesten Ausdauersportarten der Bevölkerung. Mehr als zehn Millionen Menschen deutschlandweit schnüren regelmäßig ihre Laufschuhe. Kaum eine Sportart ist so unkompliziert und leicht zu erlernen wie das Laufen.

Aber hat der Laufsport wirklich nur Vorteile oder auch Nachteile?

Vorteile Laufsport

+Kalorienverbrauch

Der größter Vorteil des Joggens ist für die meisten Menschen der enorm hohe Kalorienverbrauch.  Ein Erwachsener verbrennt im Durchschnitt in einer Stunde bei einer mittleren Geschwindigkeit 700 kcal. Das ist eine ganze Tafel Schokolade.

+stärkung herz-kreislauf

Doch ein viel wichtigerer Vorteil, den Joggen mit sich bringt, ist folgender: durch regelmäßiges Joggen wird das Herz-Kreislauf-System durch das Bilden des „Sportlerherzens“ gestärkt. Innerhalb von 60 Sekunden fließen 5-6 Liter Blut durch den Körper eines Menschen und versorgen die Organe mit Sauerstoff. Bei einer körperlichen Belastung, wie zum Beispiel Joggen, benötigen die Muskeln mehr Sauerstoff, weshalb das Herz schneller pumpt, um diesen zu transportieren. Bei einem regelmäßigen Training wird das Herz erweitert und es bildet sich das sogenannte „Sportlerherz“, was zu einem langsamen Puls und einem optimalen Blutdruck führt.

+Glück & Gesundheit

Ein weiterer Vorteil beim Laufen ist die Ausschüttung von Glückshormonen, wie Endorphine und Serotonin, die für unsere gute Laune und Zufriedenheit verantwortlich sind. Zudem stärkt das Sonnenlicht, welchem man beim Joggen ausgesetzt ist, die Knochendichte. Somit lässt sich  Osteoporose vorbeugen.

+Flexibilität

Laufen kannst du überall und mit der richtigen Kleidung zu jeder Jahres- und Tageszeit. Alles was du brauchst ist dein eigener Körper und ein paar Laufschuhe.

Trotz der viele Vorteile, gibt es auch beim Thema Laufen ein paar Nachteile, die man kennen und vermeiden sollte.

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Nachteile Laufsport

-Gelenkbelastung

Wenn Deine Gelenke bereits beansprucht oder beschädigt sind, solltest du lieber auf das Joggen verzichten. Denn durch die ständige Belastung der Knie- und Sprunggelenke sind diese einer sehr hohen Belastung ausgesetzt. Deswegen sollten auch übergewichtige Menschen auf gelenkschonende Ausdauersportarten, wie zum Beispiel Schwimmen oder Fahrradfahren, zurückgreifen.

-monotones Training

Durch die Monotonie, die durch den regelmäßigen Bewegungsablauf beim Joggen entstehen kann, empfinden vor allem Anfänger eine Ablehnung gegenüber dieser Sportart, was zu einem Motivationsverlust führt.

-Einseitiges Training

Beim Lauftraining werden vor allem unsere größten Muskeln, Beine und Po, beansprucht. Wichtige Muskelgruppen, die zur Rumpfstabilität beitragen, werden vernachlässigt. Deshalb ist es sinnvoll Cardiotraining immer mit Krafttraining zu kombinieren.

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Tipps für Laufanfänger:

Gesundheitscheck

Wenn du lange Zeit überhaupt keinen Sport gemacht hast, oder durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbelastet bist, solltest Du vor Trainingsbeginn vom Arzt einen Check-Up durchführen lassen, um eventuelle Risikofaktoren auszuschließen. Gibt dir der Arzt sein Okay, steht dem Lauftraining nichts mehr im Weg.

Ausrüstung

Bevor Du mit dem Training beginnst, solltest Du in ein Paar geeignete Laufschuhe investieren. Wichtig hierbei ist die richtige Passform, als auch eine gute Dämpfung. Zudem sollten die Schuhe ein gutes Profil haben, damit du auf unbefestigtem Boden nicht ausrutschst. Lass Dich am besten in einem Sportgeschäft beraten.

strecke

Auch bei der Streckenauswahl gibt es etwas zu beachten: wenn Du die Möglichkeit hast, auf einem Waldweg zu laufen, solltest Du das unbedingt der asphaltierten Strecke vorziehen. Denn durch den weichen Waldboden wird der Aufprall etwas abgefedert und somit deine Gelenke entlastet.

Trainingseinheiten und Intensität

Versuche von Beginn an regelmäßige Laufeinheiten in deinen Alltag zu integrieren. Ratsam wären drei Einheiten pro Woche, wobei Du zwischen jeder Einheit eine Pause von mindestens 48 Stunden einlegst, um ein Übertraining zu vermeiden. Suche dir am besten einen Laufpartner. Zu zweit macht das Training mehr Spaß und ihr könnt euch gegenseitig motivieren. Um die richtige Geschwindigkeit zu wählen, gibt es die einfache Faustregel: Laufen ohne Schnaufen!

Richtig essen & Trinken

Denk vor jedem Training daran, genug zu trinken und deinen Körper mit einer ausreichenden Menge an Kohlenhydraten zu versorgen, um die Energiespeicher komplett aufzufüllen. Das ist vor allem bei einer langen Ausdauereinheit besonders wichtig, da die Speicher hierbei komplett geleert werden. Die letzte große Mahlzeit sollte jedoch mindestens zwei Stunden zurückliegen, damit das Essen beim Training nicht mehr so schwer im Magen liegt.

Wenn Du diese Tipps beachtest, sollte Dir für ein erfolgreiches Lauftraining nichts mehr im Wege stehen. 🙂

Deine Milena & Mirjam


Als Fortsetzung zum Thema Laufen folgt nächste Woche ein Artikel zu Regeneration & Dehnen.

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